Gesundheit heute
Prävention von Sportverletzungen
Exzessives oder einseitiges Training, falsche Techniken, eine ungenügende Vorbereitung und eine falsche Selbsteinschätzung steigern das Risiko von Sportverletzungen. Mit einfachen Präventionsmaßnahmen lässt sich dieses jedoch verringern:
Vorbereitung. An erster Stelle steht die qualitativ hochwertige Ausrüstung wie optimales Schuhwerk oder individuell angepasste Einlagen für Laufsportarten, individuell angepasste Schlägerbespannungen (Tennis, Squash, Badminton), aber auch Helme und Protektoren, etwa bei Kontaktsportarten, beim Skilaufen oder Inlineskaten.
Ebenso wichtig ist das Erlernen der richtigen Technik. Auch bei scheinbar einfachen Sportarten, z. B. Walking, setzt dies in der Regel die Einweisung durch einen qualifizierten Trainer voraus. Er ist auch der richtige Ansprechpartner für die Anpassung von Trainingsintensität und -dauer an das aktuelle Leistungsvermögen.
Wer sich zuviel zumutet, riskiert nicht nur akute Verletzungen, sondern auch langfristige Schäden am gesamten Bewegungsapparat. Außerdem drohen bei Überschreitung der körperlichen Belastbarkeit sogar Herz-Kreislauf-Probleme bis hin zum Kollaps. Eine langsame Steigerung der Trainingsintensität hilft, diese Risiken zu begrenzen.
Aufwärmen. Eine angemessene Aufwärmphase (Warm-up) von mindestens 15 Minuten bereitet den Körper auf die bevorstehende Anstrengung vor. Geeignet sind Dehn- und Lockerungstechniken, z. B. Stretching, sowie spezielle sportartspezifische Übungen, die gezielt die Durchblutung belasteter Muskelgruppen steigern, z. B. der Beinmuskulatur bei Laufsportarten oder der Schultergürtelmuskulatur bei Wurfsportarten. Eine gut strukturierte Aufwärmphase aktiviert das Herz-Kreislauf-System und den Energiestoffwechsel, verbessert das Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen und Bändern und vermindert auf diese Weise das Risiko für Verletzungen und Herz-Kreislauf-Zwischenfälle.
Abwärmen. Beendet wird das Training durch eine 10- bis 15-minütige Abwärmphase (Cold-up). Dabei reduziert der Sportler allmählich die Belastung (Auslaufen, Ausschwimmen) und schließt sie mit lockeren Abwärm- und Dehnübungen ab. Ein Bad oder eine warme Dusche, ein Saunagang oder eine Massage unterstützen die Regeneration.
Bei hoher Ozon- oder Schadstoffbelastung legt man das Training in die Morgen- oder Abendstunden. Hohe Außentemperaturen schließlich erfordern eine Verringerung des Trainingspensums und eine zusätzliche Flüssigkeitszufuhr.
Die Akupunktur kann bei verschiedenen Schmerzzuständen helfen, so z. B. auch bei chronischen Rückenschmerzen.
Mit Nadeln gegen Rückenschmerzen
Gute Option für ältere Menschen?
Viele Senior*innen leiden unter chronischen Rückenschmerzen. Doch gerade im fortgeschrittenen Alter gestaltet sich deren Behandlung oft als schwierig. Womöglich ist die Akupunktur eine gute zusätzliche Option.
Schmerzmittel im Alter problematisch
Mehr als die Hälfte der Männer und Frauen über 70 Jahre hat chronische Rückenschmerzen. Wichtigste Ursachen sind Osteoporose, Verschleiß von Bandscheiben oder Wirbelgelenken und Muskelschwund durch Bewegungsarmut. Schmerzmittel sind problematisch, weil bei alten Menschen Nebenwirkungen häufig sind. Oft vertragen sich die Schmerzmittel auch nicht mit anderen Medikamenten, die aufgrund von Begleiterkrankungen eingenommen werden müssen.
Die Akupunktur gilt als besonders schonende und nebenwirkungsarme Therapie. Sie stimuliert Endorphine, hemmt die Schmerzleitbahnen und reduziert schmerzauslösende Botenstoffe im Bereich von Entzündungen. Hinweise auf ihre lindernde Wirkung bei Rückenschmerzen gibt es schon länger. Nun hat eine Arbeitsgruppe untersucht, wie gut sich die Akupunktur bei Senior*innen mit chronischen Rückenschmerzen schlägt.
Weniger Schmerzen und Behinderungen im Alltag
Die Studie schloss knapp 800 Männer und Frauen im Alter von durchschnittlich 74 Jahren ein. Sie litten seit mindestens drei Monaten an chronischen Rückenschmerzen und waren dadurch in ihrer Alltagsaktivität und Lebensqualität stark eingeschränkt. Ein Drittel von ihnen bekam die herkömmliche Versorgung, die übrigen Patient*innen erhielten zusätzlich Akupunktur. Gruppe 1 absolvierte 8 bis 15 Sitzungen über 12 Wochen, Gruppe 2 zusätzlich noch weitere vier bis 6 Sitzungen in den darauffolgenden 12 Wochen.
Nach sechs Monaten hatten sich die Rückenschmerzen in beiden Akupunkturgruppen im Vergleich zur Gruppe ohne Nadelung reduziert. Auch die Beeinträchtigungen im alltäglichen Leben gingen unter Akupunktur zurück. Gruppe 2 mit bis zu 21 Sitzungen profitierte dabei noch mehr als Gruppe 1. Zudem hielten die positiven Effekte bis zu ein Jahr nach Studienbeginn an.
Trotz Studienschwächen empfehlenswert
Die Studie hat allerdings ihre Schwächen: Weder war die übliche Standardtherapie definiert, noch war die Akupunkturbehandlung genau festgelegt. Trotzdem schlussfolgern die Autor*innen, dass Akupunktur als besonders nebenwirkungsarme und dabei effektive Methode eine gute Option für alte Menschen mit chronischen Rückenschmerzen darstellt
Quelle: JAMA

