Gesundheit heute
Harnblasenspiegelung
Die Harnblasenspiegelung (Urethrozystoskopie oder kurz Zystoskopie) ermöglicht dem Arzt die Beurteilung von Form, Größe und Lage der Harnleitermündungen, der Harnröhre sowie der Harnblase. Unterschieden wird zwischen der Untersuchung mit einem starren und einem flexiblen Endoskop, wobei letztere für den Patienten angenehmer, aber nicht immer einsetzbar ist. Bei Kindern wird diese unangenehme Untersuchung unter Vollnarkose durchgeführt.
Mit einem starren Endoskop untersucht der Arzt die Harnröhre und das Zentrum des Blaseninneren mit der Vorausblickoptik, die äußeren Partien der Blasenwand hingegen mit der Seitenblickoptik, denn diese sind mit der geraden Optik nicht einsehbar.
Bei der Nierenbiopsie wird Nierengewebe entnommen, feingeweblich aufgearbeitet und unter dem Mikroskop betrachtet, z. B. bei Verdacht auf eine Glomerulonephritis. Dabei schiebt der Arzt nach einer örtlichen Betäubung unter Ultraschallkontrolle eine spezielle Biopsienadel durch die Haut in die Niere und entnimmt ein kleines Stück Gewebe.
Yogaübungen können eine Behandlung gegen Harninkontinenz unterstützen.
Mit Yoga gegen Blasenschwäche
Für Männer und Frauen geeignet
Eine Harninkontinenz schränkt die Lebensqualität der Betroffenen oft stark ein. Wer selbst etwas dagegen tun will, kann es mit Yoga versuchen.
Therapie oft mit Nebenwirkungen behaftet
Blasenschwäche ist weit verbreitet: 15 von 100 Frauen und 10 von 100 Männern sollen in Deutschland davon betroffen sein. Das Risiko, dass die Blase nicht mehr dichthält, steigt mit dem Alter an: Unter den über 65-Jährigen leiden fast 25% daran.
Therapieoptionen gibt es eine Menge: Diese reichen vom einfachen Toilettentraining über die Einnahme von Medikamenten bis hin zu Operationen. Dabei sind Erfolge nicht garantiert – und Nebenwirkungen häufig, etwa bei den Anticholinergika. Diese werden vor allem gegen Dranginkontinenz verschrieben, verursachen aber oft Mundtrockenheit und Verstopfung.
Mit Klang und Yoga an die Blase
Wer die Sache nebenwirkungsfrei selbst in die Hand nehmen möchte, hat die Möglichkeit, seine Blase mithilfe eines app-basierten Interventionsprogramms zu unterstützen. Das sogenannte Yoga of Immortals vereint Übungen für die Beckenbodenmuskulatur, Atemtraining, Klangtherapie und Meditation mit verschiedenen Yoga-Positionen. Und hilft tatsächlich, wie eine US-amerikanische Arbeitsgruppe in einer Studie herausgefunden hat.
258 Männer und Frauen mit Harninkontinenz nahmen an dem App-Programm teil. Der Erfolg wurde nach vier und acht Wochen mit speziellen Inkontinenz-Fragebögen gemessen. Es zeigte sich, dass nicht nur die Häufigkeit des Wasserlassens nachgelassen hatte. Die Teilnehmer*innen berichteten auch, dass seltener und insgesamt weniger Urin unkontrolliert abging. Dadurch wurde der Alltag der Betroffenen enorm erleichtert. Ihre Lebensqualität nahm zu, die Mehrheit von ihnen gab an, sich durch die Yoga-App sehr viel oder viel besser zu fühlen.
Am deutlichsten waren die positiven Auswirkungen bei Menschen mit Stressinkontinenz oder gemischter Inkontinenz, berichten die Forscher*innen. Und von diesen profitierten wiederum diejenigen mit den stärksten Inkontinenzbeschwerden am meisten von der Intervention.
Quelle: Ärztezeitung

