Gesundheit heute

Alkoholvergiftung

Die Alkoholvergiftung (Alkoholintoxikation) ist die häufigste Vergiftung. Die Beschwerden hängen von der Blutalkoholkonzentration (BAK) ab. Hinzu kommen individuelle Faktoren wie Körpergewicht, Müdigkeit, Hunger sowie die zusätzliche Einnahme von Drogen oder Schmerz- und Beruhigungsmitteln. Männer haben in der Regel eine höhere Alkoholtoleranz als Frauen.

Anzeichen und Beschwerden

Die Alkoholeffekte sind stark dosisabhängig und umfassen:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Alkoholgeruch der Ausatemluft
  • Übertriebene Fröhlichkeit oder Aggressivität
  • Unkoordinierte Bewegungen und Sprachstörungen („Lallen“)
  • Unfähigkeit, Gefahren (vor allem im Straßenverkehr) richtig einzuschätzen
  • Verminderung der Schmerzempfindlichkeit
  • Bei schwerer Alkoholvergiftung Bewusstlosigkeit und vollständige Erinnerungslücken („Black out“).

Maßnahmen

  • Ist der Betroffene mindestens 10 Jahre alt und bei vollem Bewusstsein, ist es sinnvoll, durch lauwarmes Salzwasser (1 EL Salz auf 1 Glas Wasser) Erbrechen zu provozieren, notfalls auch durch Finger-in-den-Hals-stecken
  • Kopf (zur Ernüchterung) unter Wasser halten oder feuchte Lappen auf die Stirn legen.

Bei schwerer Alkoholvergiftung mit Bewusstseinsstörungen:

  • Betroffenen in stabile Seitenlage bringen und nicht alleine lassen
  • Notarzt rufen.

Von: Dres. med. Katharina und Sönke Müller; Dr. med. Arne Schäffler
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7 Tipps fürs sichere Grillen

Kinder sollten beim Grillen nicht näher als 2 bis 3 m an das Feuer kommen.

7 Tipps fürs sichere Grillen

Kinder besonders gefährdet

Sobald die ersten Sonnenstrahlen Garten, Terrasse oder Balkon wärmen, geht es für Viele mit dem Grillvergnügen los. Doch der Freizeitspaß kann gefährlich werden- vor allem für Kinder. Wer sich an unsere Tipps für sicheres Grillen hält, beugt Unfällen vor.

Kinder ganz besonders gefährdet

Was gibt´s Schöneres als bei gutem Wetter zusammen zu grillen? Und weil inzwischen nicht nur Fleisch, sondern auch immer mehr Gemüse auf den Rost kommt, wächst die Fangemeinschaft stetig an. Doch das Vergnügen hat seine Schattenseiten. Kaum geht die Grillsaison los, landen die ersten Brandverletzten in den Notfallambulanzen.

Vor allem Kinder sind nach Grillunfällen oft lebenslang gezeichnet, warnt Paulinchen e. V., die Initiative für brandverletzte Kinder. Denn ihre Haut ist nicht nur dünner als die von Erwachsenen und dadurch besonders gefährdet. Weil Kinder meist frontal zum Grill stehen, treffen die Flammenwände ihr Gesicht, den Oberkörper und die Arme.

Wichtigste Regel: Kein Spiritus!

Wer grillt, sollte sich deshalb an einige wichtige Regeln halten. Jochen Stein, Vorsitzender der AG Leiterinnen und Leiter der Berufsfeuerwehren in Deutschland, nennt die wichtigste: „Nur ohne den Einsatz von Spiritus ist es möglich, sicher zu grillen!“. Denn mit Spiritus oder anderen Brandbeschleunigern kann es durch Verpuffung zu meterhohen Flammen kommen. Der Experte empfiehlt deshalb dringend, für das Entfachen des Grillfeuers auf alternative Methoden wie feste, geprüfte Anzünder zurückzugreifen.

Heiße Glut nicht im Sand vergraben

Daneben hat Paulinchen e.V. sechs weitere Sicherheitstipps:

  1. Den Grill immer kippsicher und windgeschützt aufstellen und einen Kübel mit Sand, einen Feuerlöscher oder eine Löschdecke bereithalten.
  2. Grill stets beaufsichtigen und Kinder nicht näher als 2 bis 3 Meter an das Feuer bzw. die Glut kommen lassen. Den Grill niemals von Kindern bedienen oder anzünden lassen.
  3. Brennendes Fett nicht mit Wasser, sondern durch Abdecken löschen.
  4. Nach dem Grillen das Grillgerät weiter beaufsichtigen, bis die Glut vollständig auskühlt ist.
  5. Heiße Glut nach dem Grillen am Strand nie im Sand vergraben – die Kohle bleibt noch tagelang glühend heiß. Die Grillkohle stattdessen mit Wasser löschen und abkühlen.
  6. Einmalgrills am Strand mit Wasser löschen und abkühlen – auch den Sand unter dem Grill!

Wer diese Tipps beherzigt, senkt die Gefahr für Grillunfälle deutlich. Mehr Hintergrundinformationen zum Thema Brandverletzungen, zur Versorgung der Kinder im Notfall und vorbeugende Maßnahmen kann man im Paulinchen-Podcast hören. Den gibt es neben weiteren Informationen auf der Webseite der Initiative (paulinchen.de).

Quelle: paulinchen.de

Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: mauritius images / Loop Images / Highwaystarz