Gesundheit heute
Postamputationssyndrom
Postamputationssyndrom: Schmerzen und Missempfindungen in einem amputierten Körperteil sowie am Amputationsstumpf. Schätzungen zufolge werden in Deutschland jährlich ca. 70.000 Amputationen an Gliedmaßen vorgenommen, am häufigsten infolge von Durchblutungsstörungen und Unfällen. Bis zu 90 % der Betroffenen spüren nach der Amputation Phantomgefühle wie ein Kribbeln in der nicht mehr vorhandenen Gliedmaße. Bis zu 80 % der Amputierten leiden zudem an Schmerzen im Amputationsstumpf und/oder im amputierten Körperteil. Behandelt wird das Postamputationssyndrom mit Medikamenten, Physiotherapie und Ergotherapie. Bei frühzeitiger Therapie gehen die Beschwerden meist nach einigen Wochen oder Monaten zurück.
Symptome und Leitbeschwerden
- Phantomempfindungen in der nicht mehr vorhandenen Gliedmaße, z. B. ein Kribbeln, Zucken, Jucken oder Kältegefühl
- Stumpfschmerzen: dauerhafte oder wiederkehrende stechende, brennende oder pochende Schmerzen im Amputationsstumpf, z. T. mit Hitzegefühl oder Berührungsempfindlichkeit
- Phantomschmerzen: brennende, stechende, pochende, schießende, klemmende oder schraubstockartig quetschende Schmerzen in der nicht mehr vorhandenen Gliedmaße.
Wann in die Arztpraxis
Am selben Tag, wenn
- die Schmerzen kurz nach der Operation auftreten oder sehr stark sind oder wenn bei länger zurückliegender Amputation am Amputationsstumpf eine Druckstelle, Entzündung oder Wunde sichtbar wird.
In den nächsten Tagen, wenn
- die Schmerzen nur leicht bis mäßig und nicht dauerhaft sind.
Die Erkrankung
Krankheitsentstehung
Wird eine Gliedmaße nicht mehr ausreichend durchblutet, z. B. aufgrund eines Gefäßverschlusses bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) oder beim Diabetes mellitus, schädigt der Sauerstoff- und Nährstoffmangel das Gewebe. Der Schaden kann so groß werden, dass das Gewebe abstirbt. Durch das tote Gewebe droht eine lebensbedrohliche Blutvergiftung (Sepsis), deshalb muss das betroffene Körperteil meist amputiert werden. Häufig muss nur ein Zeh entfernt werden, im weiteren Verlauf aber oft der gesamte Unterschenkel, in vielen Fällen auch beidseits. Davon betroffen sind v. a. ältere Menschen, Männer häufiger als Frauen.
Weitere häufige Gründe für Amputationen sind Verkehrs- oder Arbeitsunfälle mit Zertrümmerung oder Zerquetschung der Gliedmaßen sowie bösartige Tumoren wie das Osteosarkom (Knochenkrebs). Diese betreffen vor allem jüngere Menschen, auch hier am häufigsten Männer.
Eher selten amputiert werden muss aufgrund unheilbarer Infektionen, die ebenfalls zu einer Blutvergiftung führen können. Ein weiterer Grund für Amputationen sind angeborene Fehlbildungen der Gliedmaße, wenn diese die Betroffenen stark in der Bewegung beeinträchtigen.
Ursachen und Risikofaktoren
Treten nach der Amputation Schmerzen und Missempfindungen auf, gibt es dafür viele verschiedene Ursachen, die zum Teil noch nicht klar erforscht sind.
Für Phantomempfindungen wird die Großhirnrinde verantwortlich gemacht. Sie registriert das nicht mehr vorhandene Körperteil weiterhin, ordnet diese Empfindung aber falsch zu. Dadurch wird das fehlende Körperteil weiter als vorhanden wahrgenommen. Wo diese Empfindungen entstehen und was genau dabei im Gehirn abläuft, ist medizinisch bisher ungeklärt.
Stumpfschmerzen: Schmerzen im Operationsgebiet, die in den verbliebenen Stumpf ausstrahlen, sind nach der Amputation normal und verschwinden innerhalb von 3 bis 6 Monaten. Dabei handelt es sich um Wundschmerzen, die sich zurückbilden, wenn das Gewebe vollständig heilt. Bleiben die Stumpfschmerzen jedoch darüber hinaus bestehen oder entstehen sie erst einige Zeit nach der Amputation, können dahinter viele Gründe stecken, z. B.
- Infektionen der Haut
- tiefe Gewebeinfektionen, z. B. eine Entzündung des Knochenmarks oder der Blutgefäße
- Druck von außen, z. B. durch eine unpassende Prothese
- Druck von innen, z. B. durch einen Knochensporn, einen Bluterguss oder ungenügende Muskelpolsterung über dem durchtrennten Knochenende
- Durchblutungsstörungen
- Nervenschmerzen (neuropathische Schmerzen) infolge der Verletzung bzw. Durchtrennung von Nerven
- Nervenknoten (Neurome) durch eine überschießende Regeneration von Nerven.
Phantomschmerzen: Wenn Amputierte über Schmerzen in der nicht mehr vorhandenen Gliedmaße klagten, hielt man das früher für Einbildung. Heute weiß man, dass diese Schmerzen echt sind. Sie werden durch mehrere Faktoren ausgelöst, die jedoch noch nicht im Detail aufgeklärt sind:
- Phantomschmerzen können mit den durchtrennten Nerven im Stumpf zusammenhängen, die Schmerzsignale ans Rückenmark senden und im Gehirn falsch zugeordnet werden.
- Das Rückenmark kann durch ausbleibende Nervensignale aus dem fehlenden Körperteil irritiert und übererregbar werden.
- Im Gehirn kommt es zu einer Umorganisation. Die Bereiche, in denen die Empfindungen des nun fehlenden Körperteils registriert wurden, bleiben dabei aktiv. Sie erhalten nun aber Impulse aus anderen Regionen, sodass die Wahrnehmungen fehlerhaft zugeordnet werden.
- Das Schmerzgedächtnis kann Schmerzen speichern, die schon vor der Amputation vorhanden waren. Das Gehirn ordnet diese früheren Schmerzen dann als weiterhin vorhanden ein.
- Psychische Faktoren wie Stress, Ängste und Depressionen können die Schmerzwahrnehmung ebenfalls beeinflussen.
Klinik, Verlauf und Komplikationen
Phantomempfindungen in der nicht mehr vorhandenen Gliedmaße wie Kribbeln, Zucken, Jucken oder ein Kältegefühl sind die häufigsten Beschwerden nach einer Amputation. Das fehlende Körperteil wird dabei als "vorhanden" erlebt. Die Betroffenen spüren auch die Größe, den Umfang und oft sogar die Lage oder Haltung des amputierten Körperteils. Einige Betroffene beschreiben zudem eine Berührungsempfindung, so als würde das fehlende Körperteil von jemandem oder etwas berührt werden. Alle diese Empfindungen sind nicht schmerzhaft und nehmen im Laufe der Zeit ab.
Typisch ist auch ein Verkürzungsgefühl, das sogenannte Teleskop-Phänomen. Es bedeutet, dass die Betroffenen den amputierten Bereich als immer kürzer werdend wahrnehmen, so als würde das Phantomglied zum Stumpf wandern. Manchmal fühlt es sich dann so an, als würde der Fuß oder die Hand direkt am Stumpf sitzen.
Mitunter fühlen Amputierte auch Berührungen an anderen Körperstellen im amputierten Körperteil und spüren sie z. T. dort auch als Schmerzen.
Bei Beinamputierten mit Phantomempfindungen kommt es nicht selten vor, dass sie „vergessen“, dass ihnen das Bein fehlt, weil sie es als „vorhanden“ wahrnehmen. Wenn sie dann aufstehen und loslaufen wollen, als wäre es noch da, stürzen sie oft, was schwere Verletzungen verursachen kann. Davon betroffen sind häufig Personen, die nachts zur Toilette müssen.
Stumpfschmerzen treten in den meisten Fällen direkt nach der Operation auf. Je nach Ursache können sie dauerhaft oder wiederkehrend vorhanden sein. Sie äußern sich als stechende, brennende oder pochende Schmerzen im Amputationsstumpf. Teilweise beschreiben die Betroffenen auch ein Hitzegefühl oder eine erhebliche Berührungsempfindlichkeit. Sind die Schmerzen auf schlecht angepasste Prothesen oder Infektionen zurückzuführen, entstehen sie mitunter auch erst längere Zeit nach der Operation oder sie bessern sich im Verlauf und treten später wieder stärker auf.
Sichtbare Veränderungen am Stumpf sind manchmal gerötete Druckstellen, Hautabschürfungen oder Schwellungen, vor allem dann, wenn die Stumpfschmerzen durch eine unpassende Prothese ausgelöst werden. In den meisten Fällen kann man von außen aber keine Veränderungen am Stumpf erkennen.
Phantomschmerzen äußern sich als brennende, stechende, pochende, schießende, klemmende oder schraubstockartig quetschende Schmerzen, die in der nicht mehr vorhandenen Gliedmaße erlebt werden. Bei vielen Betroffenen zeigen sie sich innerhalb einiger Tage nach der Operation. Sie können aber auch erst Monate oder Jahre nach der Operation auftreten. Phantomschmerzen können anfallsartig auftreten oder dauerhaft vorhanden sein. Manchmal treten sie nur in bestimmten Situationen auf, z. B. bei kaltem, feuchtem Wetter oder bei plötzlichen Wetterumschwüngen oder unter besonderer Stressbelastung.
Alle Beschwerden des Postamputationssyndroms sind meist direkt nach der Operation am stärksten und verlieren im Laufe von Wochen und Monaten ihre Intensität. Sie treten dann seltener und kürzer auf.
Diagnosesicherung
Die Diagnosen Phantomempfindungen und Phantomschmerzen sind wegen der typischen Beschwerden recht leicht zu stellen. Um Stumpfschmerzen zu beurteilen, ist eine ausführliche Befragung (Anamnese) notwendig. Die Ärzt*in fragt unter anderem:
- Wann treten die Schmerzen auf, wie lange halten sie an?
- Wie fühlen sie sich genau an?
- Sind die Schmerzen auf den Stumpf beschränkt oder strahlen sie weiter aus?
- Gibt es außer den Schmerzen weitere Beschwerden?
- Verschwinden die Beschwerden nach dem Entfernen der Prothese und wenn ja, gehen sie langsam oder schnell zurück?
- Werden die Schmerzen beim Anspannen der Muskeln stärker?
Anschließend schaut sich die Ärzt*in den Stumpf genau an, tastet ihn ab und führt eine körperliche Untersuchung durch, z. B. um Fieber oder eine beschleunigte Herzfrequenz festzustellen, die auf eine Infektion hindeuten.
Manchmal sind weitere Tests erforderlich wie Ultraschall und eine Magnetresonanztomografie (MRT), z. B. um Neurome auszuschließen, oder eine Messung der Sauerstoffversorgung durch die Haut, um Durchblutungsstörungen festzustellen.
Behandlung
Phantomempfindungen sind zwar unangenehm, müssen aber meist nicht behandelt werden. Bei Schmerzen, egal ob im Stumpf oder im Phantomglied, ist jedoch eine frühzeitige Behandlung wichtig.
Werden Stumpfschmerzen durch eine unpassende Prothese ausgelöst, muss die Prothese entsprechend modifiziert oder neu angepasst werden. Oft ist es auch nötig auf die Prothese zu verzichten, bis das Gewebe geheilt ist.
Die Stumpf- und Phantomschmerzen werden – unabhängig von Ursache, Dauer und Intensität – immer mit Medikamenten behandelt. Hierzu stehen zahlreiche Wirkstoffe zur Verfügung, die häufig auch miteinander kombiniert werden, um eine bestmögliche Schmerzausschaltung zu erreichen.
Ist die medikamentöse Schmerztherapie nicht ausreichend wirksam, werden sie durch weitere Behandlungsmöglichkeiten ergänzt, z. B. durch
- transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)
- Biofeedback
- Injektionen mit Botulinumtoxin (ein Nervengift, das die Schmerzwahrnehmung dämpft)
- epidurale Elektrostimulation, die durch Elektroden die Schmerzleitung im Rückenmark blockiert.
Bei einem Neurom, das starke Schmerzen verursacht, kann die chirurgische Entfernung des Neuroms (Neurektomie) Linderung bringen.
Durch die Physiotherapie wird der gesamte Körper der Patient*innen mittels Dehnungs- und Kräftigungsübungen, Massagen und eines speziellen Stumpftrainings unterstützt.
Die Ergotherapie vermittelt Techniken zur besseren Alltagsbewältigung und bietet mit der Spiegeltherapie eine spezielle Behandlungsmethode bei Amputationen. Hierbei wird das Phantomglied durch ein Spiegelbild des vorhandenen Körperteiles als „echt“ vorgetäuscht und so die vernachlässigte Repräsentation im Gehirn stimuliert.
Bei sehr starken und vor allem bei chronischen Schmerzen ist zusätzlich zur Schmerztherapie die Einnahme von Antidepressiva und eine psychotherapeutische Betreuung ratsam.
Prävention von Phantomschmerzen: Durch eine optimale Schmerztherapie vor der Amputation sowie durch lokale Betäubungsverfahren während der Operation (zusätzlich zur Vollnarkose) kann Phantomschmerzen zumindest teilweise vorgebeugt werden.
Prognose
Alle Beschwerden des Postamputationssyndroms sind meist direkt nach der Operation am stärksten und verlieren im Laufe von Wochen und Monaten ihre Intensität. Wichtig ist eine frühzeitige Therapie, denn je kürzer die Schmerzen andauern, desto wahrscheinlicher verschwinden sie vollständig. Halten die Schmerzen trotz einer medikamentösen Schmerztherapie an, gehören sie deshalb immer in die Hände von Schmerzspezialist*innen.
Ihre Apotheke empfiehlt
Was Sie selbst tun können
Schwerbehindertenausweis. Amputierte haben in der Regel Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis. Wenden Sie sich hierzu an das Versorgungsamt.
Selbsthilfegruppen. Amputationsbedingte Beschwerden schränken das berufliche und private Leben ein und beeinträchtigen die Lebensqualität. Suchen Sie sich Unterstützung in einer Selbsthilfegruppe. Diese bietet nicht nur Rat, wie man mit den Beschwerden besser umgehen kann. Vielen Patient*innen hilft es auch, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, weil diese die Einschränkungen und Belastungen am besten verstehen können.
Bleiben Sie aktiv. Die körperliche Einschränkung durch eine Amputation ist kein Grund, auf Bewegung zu verzichten. Lassen Sie sich in Ihrer Arzt- oder Physiotherapiepraxis beraten, welche Sportarten für Sie infrage kommen. Jede Form der Bewegung unterstützt die Gesundheit. Selbst im hohen Alter und bei zusätzlichen Erkrankungen kann beispielsweise Stuhlgymnastik in der Gruppe die Beweglichkeit, das Wohlbefinden und die soziale Einbindung fördern.
Weiterführende Informationen
Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation e.V.
Quellen:
- Amboss (2026) Phantomsensationen. Webartikel zur Klinischen Praxis. Abgerufen am 03.03.2026 unter https://next.amboss.com/de/article/xN0EWg?q=phantomempfindung#MBXMY00
- Pschyrembel (2026) Phantomempfinden und Phantoschmerz. Webartikel zur Klinischen Praxis. Abgerufen am 03.03.2026 unter https://www.pschyrembel.de/Phantomempfinden/K0GSR/doc/ und https://www.pschyrembel.de/Phantomschmerz/T031L/doc/
- MSD Manual (2026) Schmerzen im Stumpf (Phantomschmerz, Phamtomempfindung). Webartikel für medizinische Fachkreise. Abgerufen am 03.03.2026 unter https://www.msdmanuals.com/de/profi/spezielle-fachgebiete/gliedma%C3%9Fenprothetik/schmerzen-im-stumpf
Vor allem im Tiefschlaf baut das Gehirn überflüssige Verbindungen ab und schafft Platz für neue Informationen.
Schlaf schützt das Gehirn
Lernen und Gedächtnis verbessern
Wer regelmäßig gut schläft, tut mehr für seine Gesundheit als viele denken. Erholsamer Schlaf stärkt das Gedächtnis, verbessert das Lernen und könnte sogar das Risiko für Alzheimer senken.
Hirnzellen im Hochbetrieb
Schlafen ist weder ein Luxus noch verlorene Zeit – ganz im Gegenteil. Während wir schlummern, arbeitet das Gehirn auf Hochtouren: Es speichert neue Erinnerungen, sortiert unwichtige Informationen aus und bereitet sich auf neue Lerninhalte vor.
Dass Schlaf für unsere geistige Leistungsfähigkeit unverzichtbar ist, belegen zahlreiche Studien, betonen Expert*innen der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Hirnstiftung. Bereits eine einzige Nacht ohne Schlaf kann die Fähigkeit, neue Informationen zu speichern, um rund 40 Prozent verschlechtern. Auch Aufmerksamkeit, Konzentration, Problemlösen und Entscheidungsfähigkeit leiden deutlich. Wer dagegen ausreichend und gut schläft, lernt leichter und erinnert sich besser.
Besonders wichtig ist der Tiefschlaf. In dieser Schlafphase werden neue Erinnerungen dauerhaft im Gehirn verankert. Gleichzeitig baut das Gehirn überflüssige Verbindungen ab und schafft Platz für neue Informationen – dieses Aufräumen ist ein wichtiger Prozess, um leistungsfähig zu bleiben.
Schutz vor Alzheimer?
Doch guter Schlaf wirkt sich nicht nur auf die Konzentration aus. Immer mehr Forschungsergebnisse zeigen, dass chronischer Schlafmangel auch das Risiko für Demenzerkrankungen erhöhen kann. Das zeigt sich zum Beispiel an Menschen, die zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr über längere Zeit regelmäßig weniger als sechs Stunden pro Nacht schliefen. Diese hatten in Studien ein rund 30 Prozent höheres Risiko, später an einer Demenz zu erkranken.
Ein möglicher Grund: Während längerer Wachphasen sammeln sich im Gehirn Eiweißstoffe wie Amyloid-β und Tau an. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Alzheimer-Krankheit. Schon eine einzige Nacht mit Schlafentzug kann den Amyloidspiegel ansteigen lassen. Gleichzeitig können frühe Veränderungen bei Alzheimer selbst den Schlaf verschlechtern – ein Teufelskreis, den Forschende derzeit intensiv untersuchen.
Körperlich und geistig aktiv bleiben
Guter Schlaf allein reicht allerdings nicht aus, um die Hirngesundheit bis ins hohe Alter zu erhalten. Zusätzlich sollte man auf regelmäßige Bewegung achten, sich ausgewogen ernähren und geistig aktiv bleiben. Auch gilt es, Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes gut zu kontrollieren. Denn dauerhaft erhöhte Blutdruckwerte oder schlecht kontrollierte Blutzuckerwerte können die Gefäße im Gehirn schädigen und dadurch das Risiko für kognitive Einschränkungen und Demenz erhöhen.
Quelle: DGN

