Gesundheit heute

Die medizinischen Berufe in der Dermatologie

Die Dermatologie befasst sich mit krankhaften Veränderungen von Haut, Haaren, Finger- und Fußnägeln. Pathologische Hautveränderungen treten dabei entweder als eigenständiges Krankheitsbild auf oder als Begleiterscheinung innerer Erkrankungen, insbesondere bei Infektionen wie z. B. Masern, Allergien, z. B. Nesselsucht, und rheumatologischen Krankheitsbildern.

Der Hautarzt (Dermatologe) ist Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten. Letztere gehören zu seinem Fachgebiet, da sich viele sexuell übertragbare Krankheiten zuerst durch Hautveränderungen zeigen.

Medizinische Fußpfleger Podologen) beugen mit ihren Pflegeleistungen Erkrankungen an den Füßen vor und helfen bei ihrer Behandlung. Vor allem Diabetiker und Menschen mit orthopädischen Fußproblemen sind auf ihre Hilfe angewiesen.

Professionelle Behandlung zur Körper- und Schönheitspflege bieten spezialisierte Kosmetiker in manchen Arztpraxen, Kliniken, Kosmetikstudios oder in eigener Praxis an.

Von: Dr. med. Arne Schäffler in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). Überarbeitung und Aktualisierung: Dr. med. Sonja Kempinski
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Solarium erhöht Hautkrebsrisiko

Trotz anteilmäßig geringerem UVB-Anteil bekommt die Haut im Solarium ähnlich viel UVB-Strahlung ab wie beim Sonnenbad in der natürlichen Sonne.

Solarium erhöht Hautkrebsrisiko

Gefährliches „Vorbräunen“

Viele nutzen das Solarium, um mit vorgebräunter Haut in den Urlaub zu starten. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch: Künstliche UV-Strahlung kann das Risiko für schwarzen Hautkrebs deutlich steigern.

Hautkrebsrisiko auf das Dreifache erhöht

Dass Solarien der Haut schaden können, ist seit Jahren bekannt. Eine aktuelle Untersuchung liefert nun neue Hinweise darauf, warum künstliche UV-Strahlung so problematisch ist. Demnach erhöht die Nutzung von Solarien das Risiko, an einem malignen Melanom – dem schwarzen Hautkrebs – zu erkranken, auf fast das Dreifache.

Für die Studie wurden die Daten von knapp 6.000 Patient*innen ausgewertet. Rund die Hälfte hatte nach eigenen Angaben schon Solarien genutzt, die übrigen nie. Das Ergebnis fiel deutlich aus: In der Gruppe der Sonnenbanknutzer*innen traten Melanome wesentlich häufiger auf. Selbst nachdem bekannte Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht, Sonnenbrände oder eine familiäre Vorbelastung berücksichtigt wurden, blieb der Zusammenhang bestehen.

Bedeckte Körperstellen gefährdet

Besonders interessant waren die Ergebnisse aus den Laboruntersuchungen. Die Forschenden analysierten Hautproben und stellten fest, dass sich in den pigmentbildenden Zellen von Solariumbesucher*innen deutlich mehr genetische Veränderungen angesammelt hatten als bei den Vergleichspersonen. Damit gerät auch ein weit verbreitetes Argument ins Wanken: Viele Menschen glauben, das Bräunen im Solarium vor dem Sommerurlaub bereite die Haut auf die Sonne vor. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es dafür jedoch keinen überzeugenden Beleg. Im Gegenteil: Jede zusätzliche UV-Dosis kann weitere Schäden im Erbgut der Hautzellen verursachen.

Auffällig war außerdem, dass diese genetischen Veränderungen auch an Körperstellen nachweisbar waren, die im Alltag meist von Kleidung bedeckt sind. Dort entstehen unter natürlicher Sonneneinstrahlung normalerweise deutlich weniger UV-Schäden.

UVB-Anteil insgesamt so hoch wie in der Sonne

Oft wird behauptet, Solarien seien schonender als die Sonne, weil ihre Strahlung weniger UVB enthält. Das ist jedoch irreführend. Zwar ist der UVB-Anteil geringer – die insgesamt abgegebene Strahlungsmenge ist jedoch so hoch, dass die Haut ähnlich viel UVB abbekommt wie in der Sonne. Hinzu kommt eine UVA-Belastung, die je nach Gerät zehn- bis 15-mal höher ausfallen kann.

Die Weltgesundheitsorganisation stuft Solarien seit Langem als krebserregend ein. Die neuen Studiendaten liefern nun weitere Hinweise darauf, weshalb auf künstliche Bräune besser verzichtet werden sollte – der Haut zuliebe.

Quelle: SpringerMedizin

Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: mauritius images / Zoonar/WWW.SHOCK.CO.BA, Zoonar GmbH / Alamy / Alamy Stock Photos