Gesundheit heute
Aufbau und Funktion der Schilddrüse
Die Schilddrüse (Glandula thyroidea) ähnelt in ihrer Form einem Schmetterling. Dicht unterhalb des Kehlkopfs umfasst sie vorn und seitlich die Luftröhre, ist normalerweise von außen weder sicht- noch tastbar und füllt bei Frauen ein Volumen von 18 ml aus, bei Männern sind es 25 ml.
Die Schilddrüse bildet und speichert in speziellen Zellverbänden, den Follikeln, die Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4 mit 4 Jodatomen) und Trijodthyronin (T3 mit 3 Jodatomen). Je nach Bedarf des Körpers gibt sie ihre Hormone an die Blutbahn ab, was durch das TSH (Thyreoidea stimulierendes Hormon) der Hypophyse reguliert wird.
Die lebenswichtigen Schilddrüsenhormone greifen in viele Stoffwechselvorgänge ein. Sie führen zu einer erhöhten Energiebereitstellung für Stoffwechselaktivitäten und beschleunigen die Herzfrequenz, erhöhen den Blutdruck und die Körpertemperatur. Auch für Wachstumsvorgänge sind sie unentbehrlich.
Zwischen den Follikeln liegen die C-Zellen, die das spezielle Hormon Kalzitonin produzieren. Dieses Hormon reguliert zusammen mit dem Parathormon (PTH) der Nebenschilddrüse den Kalziumhaushalt. Das Parathormon regt bei Bedarf die Osteoklasten (knochenabbauende Zellen) an, Kalzium aus den Knochen zu lösen und ins Blut abzugeben.
Die Blutzuckermessung vor Fahrtantritt ist mit Systemen zur kontinuierlichen Glukosemessung besonders praktisch.
Sicher Autofahren mit Diabetes
Dem Unterzucker keine Chance!
Menschen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Unfälle beim Autofahren. Das liegt daran, dass es trotz moderner Therapien immer noch zu Unterzuckerung (Hyperglykämie) kommen kann – und dadurch zu Sehstörungen oder Schwindel. Expert*innen haben Tipps zusammengetragen, wie man auch mit Diabetes sicher Auto fährt.
Neueinstellung als sensible Phase
In manchen Phasen ist das Risiko für eine Unterzuckerung erhöht - z. B. wenn der Diabetes neu eingestellt wird oder wenn andere Begleiterkrankungen vorliegen. Besonders dann helfen Empfehlungen, die dieses Risiko senken und zur Sicherheit im Straßenverkehr beitragen. So schreiben die Verfasser*innen der neuen Leitlinie für Diabetes im Straßenverkehr:
- Besprechen Sie mit Ihrem Arzt ihren persönlichen Glukosezielbereich vor Fahrtantritt. Meist soll dieser 90 mg/dl oder höher sein. Überprüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Blutglukose.
- Treten Sie bei Unterzuckerung die Fahrt nicht an. Nehmen Sie schnell wirkende Kohlenhydrate zu sich und messen Sie erneut. Es dauert einige Minuten, bis die Glukose im Blut angekommen ist.
- Falls Sie ein System zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) nutzen, stellen Sie die Alarmgrenzen so ein, dass Sie rechtzeitig vor einer Unterzuckerung gewarnt werden.
- Halten Sie im Auto gut greifbar schnell wirksame Kohlenhydrate wie z. B. Traubenzucker bereit. Auch der Beifahrer sollte wissen, wo der Traubenzucker zu finden ist.
- Kommt es bei der Fahrt zur Unterzuckerung, suchen Sie sofort eine Haltemöglichkeit und unterbrechen Sie die Fahrt. Nehmen sie schnell wirksame Kohlenhydrate zu sich.
- Null Promille gilt für Menschen mit Diabetes ganz besonders. Denn schon ein geringer Restalkoholspiegel steigert die Gefahr für Unterzuckerungen.
- Legen Sie regelmäßige Pausen ein. Währenddessen ist es sinnvoll, den Blutzucker zu messen. Ist er zu niedrig, soll man gegensteuern. Ist er im grünen Bereich, gibt dies Sicherheit.
- Achtung: das Bedienen von Messgeräten, Insulinpumpen, Lesegerät oder Handy ist beim Fahren nicht erlaubt! Ausnahme ist, wenn sich der abzulesende Monitor in einer Halterung am Armaturenbrett befindet und nur kurz angetippt werden muss (die Aufmerksamkeit für den Verkehr also nicht beeinträchtigt wird).
Schulung für Alarmzeichen
Zudem sollten Menschen, die blutzuckersenkende Medikamente einnehmen, die Alarmzeichen für eine Unterzuckerung gut kennen. Um sich mit ihnen vertraut zu machen helfen entsprechende Schulungen. In vielen Fällen werden diese Kurse von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt.

