Gesundheit heute
Schweinegrippe
Schweinegrippe ("neue" Influenza): Im Jahr 2009 zunächst in Mexiko aufgetretene Form der Influenza, bei der das Influenzavirus des Schweines auf den Menschen übertragen wurde. Inzwischen wurde nachgewiesen, dass ein aus dem Vietnamkrieg bekannter Grippeerreger dazu identisch ist. Durch Flugreisende verbreitete sich das Virus rasch weltweit.
Die Erkrankung
Die Übertragung des Schweinegrippevirus erfolgt überwiegend durch Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten und Niesen. Daher helfen einfache Hygienemaßnahmen dabei, sich vor einer Infektion zu schützen, wie häufiges Händewaschen, die Verwendung von Papiertaschentüchern und häufiges Lüften.
Die Symptome der durch einen Subtyp des Influenza-A-Virus H1N1 hervorgerufenen Schweinegrippe ähneln denen der jährlich im Winter auftretenden Grippe mit Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit, sind aber in aller Regel milder ausgeprägt. Todesfälle traten vor allem unter Menschen mit Vorerkrankungen und anderen Risikogruppen auf wie Schwangeren, Kleinkindern und älteren Menschen. In Deutschland wurden schwere Verläufe bislang nur bei Patienten mit Grunderkrankungen beobachtet.
Das macht der Arzt
Neben der symptomatischen Behandlung der Grippebeschwerden werden Neuraminidasehemmer (Oseltamivir und Zanamivir) eingesetzt, um den Krankheitsverlauf abzukürzen und die Schwere der Erkrankung zu reduzieren.
Vorsorge
Gegen die Schweinegrippe steht seit Oktober 2009 ein Impfstoff zur Verfügung. Die amtliche Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts empfiehlt die Impfung in erster Linie für die oben genannten Risikogruppen (mit Ausnahme von Säuglingen) und Personen, die im Gesundheitswesen tätig sind. Der Nutzen der Impfung ist angesichts der geringen Pathogenität der Schweinegrippe dennoch umstritten.
Während der zahlreichen Impfungen gegen Schweingerippe im Frühjahr/Sommer 2010 hatte die schwedische Arzneimittelagentur (MPA) im August 2010 von Narkolepsiefällen berichtet, die zeitlich mit Pandemrix®-Impfungen gegen Schweinegrippe zusammenfielen. Weitere Untersuchungen ergaben aber keinen plausiblen kausalen Zusammenhang zwischen Narkolepsie und dem Schweinegrippen-Impfstoff.
Gegen Ansteckung helfen einfache Hygienemaßnahmen wie häufiges und gründliches Händewachen. Hautkontakt zu Erkrankten gilt es zu vermeiden. Bei Grippebeschwerden muss ein Arzt aufgesucht werden.
Auch Atemübungen können gegen das Angstgefühl bei Dyspnoe helfen.
Strategien gegen die Atemnot
Angst vor dem Ersticken
Atemnot kann den Alltag stark einschränken und vielen Betroffenen Angst machen. Doch es gibt Möglichkeiten, besser mit den Beschwerden umzugehen und den Teufelskreis aus Luftnot und Anspannung zu durchbrechen.
Atemnot besser bewältigen
Für Menschen mit einer chronischen Lungenerkrankung gehört Atemnot oft zum Alltag. Viele erleben dabei nicht nur das Gefühl, zu wenig Luft zu bekommen, sondern auch Unsicherheit oder Angst. Das ist verständlich: Wer schlecht Luft bekommt, atmet häufig schneller und verkrampft. Dadurch kann sich die Atemnot noch verstärken.
Folgende Strategien helfen gegen den Teufelskreis von Angst und Atemnot und tragen dazu bei, die Lebensqualität zu verbessern:
- Ruhe bewahren: Auch wenn es schwerfällt – versuchen Sie, nicht in Panik zu geraten. Verkrampftes Atmen erhöht die Anspannung und damit die Angst. Eine ruhige, gleichmäßige Atmung hilft dem Körper besser als hektisches Luftholen.
- Die Lippenbremse anwenden: Atmen Sie durch die Nase ein und langsam gegen die locker geschlossenen Lippen wieder aus. Diese Atemtechnik hält die Atemwege länger offen und erleichtert das Ausatmen.
- Kräfte gut einteilen: Planen Sie anstrengende Tätigkeiten bewusst und legen Sie Pausen ein. Wer seine Energie sinnvoll einsetzt, kann oft mehr schaffen, ohne sich zu überfordern.
- In Bewegung bleiben: Körperliche Aktivität verbessert die Leistungsfähigkeit und kann die Atemnot langfristig lindern. Geeignet sind Bewegungsformen, die man gut an die persönliche Belastbarkeit anpassen kann. Dazu gehören z. B. Ergometerfahren oder Gehen bzw. Walking.
- Eine pneumologische Reha nutzen: Dort lernen Betroffene Atemtechniken, erhalten Bewegungstraining und erfahren, wie sie ihre Erkrankung im Alltag besser bewältigen können.
- Ängste ernst nehmen: Atemnot und Angst verstärken sich gegenseitig. Wenn Sorgen oder Panik den Alltag bestimmen, sollten Sie mit Ihrer Ärzt*in darüber sprechen. Gegebenenfalls kann auch eine psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll sein.
- Unterstützung suchen: Der Austausch mit Angehörigen oder in einer Selbsthilfegruppe kann entlasten. Viele Betroffene erleben es als hilfreich, Erfahrungen zu teilen und praktische Tipps zu erhalten.
Keine Beruhigungsmittel einsetzen
Liegen neben der Dyspnoe auch depressive oder Angststörungen vor, verordnet die Ärzt*in manchmal auch eine medikamentöse Therapie, z. B. Antidepressiva. Sedierende bzw. beruhigende Wirkstoffe sind ungeeignet, da sie den Atemantrieb hemmen und eine Atemnot noch verstärken können.
Quelle: SpringerMedizin

