Gesundheit heute
Untersuchung von Mund und Rachen
Zur Untersuchung von Mundhöhle und Mundrachen benutzt der HNO-Arzt üblicherweise einen Mundspatel und eine Stirnlampe bzw. einen Stirnspiegel. Damit kann er den Zustand der Schleimhaut, der Zunge und der Gaumenmandeln beurteilen. Bei der indirekten Spiegeluntersuchung des Nasenrachens führt der Arzt einen kleinen abgewinkelten Spiegel durch die Mundhöhle hinter den weichen Gaumen. Hierzu muss er die Zunge mit dem Spatel herunterdrücken, was bei empfindlichen Menschen einen Würgereflex auslöst. Bei Bedarf betäubt der Arzt die Schleimhaut mit einem Spray (z. B. Xylocain®). Lässt sich der Nasenrachen auf diesem Weg nicht ausreichend beurteilen, führt der Arzt ein Endoskop über die Nase ein (Nasenspiegelung) und schiebt es in den Nasenrachen vor (endoskopische Untersuchung des Nasenrachens).
Zur Sicherung der Diagnose kann der Arzt neben den genannten Maßnahmen bildgebende Verfahren wie Ultraschall, CT oder Kernspin einsetzen, sie sind vor allem zur detaillierten Darstellung der Knochen- bzw. Weichteilstrukturen sinnvoll.
Kortisonspray hemmt bei Asthma die Entzündung in den Atemwegen.
Kortisonspray schadet dem Baby nicht
Asthma während Schwangerschaft
Schwangere mit Asthma scheuen sich oft davor, ihr Kortisonspray zu benutzen. Sie haben Angst, dass das dem Ungeboren schadet. Doch offenbar nutzt das Spray nicht nur der Mutter, sondern auch dem Kind.
Kortisonspray hemmt die Entzündung
Zur Behandlung von Asthma gehören in vielen Fällen Kortisonsprays. Sie hemmen die Entzündung in den Atemwegen und beugen Asthmaanfällen vor. Trotzdem setzen manche Frauen die Medikamente aus Sorge um ihr ungeborenes Kind ab oder wenden sie unregelmäßig an.
Doch diese Bedenken sind überflüssig: Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass eine konsequente Behandlung für das Baby sogar Vorteile haben könnte. Untersucht wurden 232 Säuglinge im Alter von vier bis sechs Wochen. Die meisten ihrer Mütter litten an Asthma. Ein Teil von ihnen hatte während der Schwangerschaft Kortisonspray angewendet, andere nicht.
Lungenfunktion unter Kortison besser
Die Forschenden überprüften die Lungenfunktion der Säuglinge mit einem speziellen Atemtest. Dabei zeigte sich: Kinder von Müttern, die ihr Asthma mit Kortisonspray behandelt hatten, erreichten ähnlich gute Werte wie Kinder von Frauen ohne Asthma. Dagegen war die Lungenfunktion bei Babys von Müttern mit unbehandeltem Asthma im Durchschnitt schlechter.
Die Ergebnisse sprechen dafür, dass eine gute Asthmakontrolle in der Schwangerschaft auch die Entwicklung der kindlichen Lunge unterstützt. Das passt zu bisherigen Erkenntnissen, wonach ein schlecht eingestelltes Asthma sowohl für die Mutter als auch für das ungeborene Kind Risiken birgt.
Medikamente nicht eigenhändig absetzen
Die Studie hat allerdings Grenzen. So nahmen nur wenige Frauen mit Asthma keine Medikamente ein. Außerdem beruhte die Angabe zur Medikamenteneinnahme auf den Aussagen der Mütter. Welche Präparate in welcher Dosierung und über welchen Zeitraum angewendet wurden, wurde nicht erfasst. Deshalb lässt sich aus der Untersuchung noch kein eindeutiger Ursache-Wirkungs-Zusammenhang ableiten.
Dennoch liefert die Studie einen weiteren Hinweis darauf, dass inhalative Kortikosteroide in der Schwangerschaft sinnvoll sein können. Schwangere sollten ihre Asthmamedikamente deshalb nicht eigenmächtig absetzen, sondern die Behandlung immer mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt abstimmen.
Quelle: SpringerMedizin

