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mehrBeim Einträufeln von Ohrentropfen zu Hause sollte nach Möglichkeit eine zweite Person helfen. Diese zieht die Ohrmuschel vorsichtig nach hinten und oben (bei Kleinkindern nach hinten und unten), um den äußeren Gehörgang zu begradigen. Während des Einträufelns liegt der Betroffene am besten auf der Seite und bleibt auch im Anschluss noch einige Minuten liegen.
Ohrensalbe trägt normalerweise nur der Arzt unter ohrmikroskopischer Kontrolle im Gehörgang auf. Als Patient sollte man sie allenfalls im Eingangsbereich des Gehörgangs selbst anwenden.
Kalte Arzneimittel können Schmerzen und Schwindel hervorrufen (durch temperaturbedingte Reizung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr). Wenn das Fläschchen oder die Tube vor der Anwendung eine Zeitlang in der Hand gehalten werden, wärmen sie sich auf eine angenehme Temperatur auf.
Es ist nicht immer sinnvoll, anschließend Watte in den Gehörgang zu stecken, da dadurch eine feuchte Kammer mit idealen Bedingungen für Bakterien und Pilze entstehen kann. Die Packungsbeilage des Arzneimittels enthält in der Regel genaue Anweisungen.
Der Gehörgang reinigt sich selbstständig, d. h. normalerweise sorgen die anatomische Form des Gehörgangs und die Kaubewegungen des Menschen dafür, dass das Ohrenschmalz nach außen transportiert wird. Eine Reinigung mit Wattestäbchen (Q-Tips®) drückt das Ohrenschmalz eher tiefer ins Ohr hinein und ist deshalb kontraproduktiv. Die Wattestäbchen können sogar Verletzungen und Entzündungen hervorrufen oder das Ohrenschmalz zu einem Pfropf zusammenschieben. Wenn überhaupt, sollten sie nur am Eingang des Gehörgangs angewendet werden. Auch eine Reinigung mit Meerwassersprays (z. B. Audispray®) wird von HNO-Ärzten nicht empfohlen.
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