Gesundheit heute

Bauchspiegelung und Bauchschnitt

Die Bauchspiegelung (Laparoskopie) wird in Vollnarkose durchgeführt. Über eine dicke Hohlnadel wird die Bauchhöhle mit Kohlensäuregas aufgeblasen, damit sich die inneren Organe etwas voneinander abheben und gut beurteilen lassen. Durch einen kleinen Bauchschnitt in Nabelnähe wird ein beleuchtetes, etwa bleistiftdünnes Rohr (Glasfaseroptik) in die Bauchhöhle eingeführt, mit dem die Organe und eventuelle Veränderungen inspiziert werden. Zur Entnahme von Gewebeproben (Biopsien) oder kleinen Myomen wird ein zangenartiges Instrument über einen zweiten Bauchschnitt eingeführt. Die Bauchspiegelung erfordert bei ansonsten gesunden Frauen in der Regel nur einen sehr kurzen Krankenhausaufenthalt.

Der Bauchschnitt (Laparotomie), das Öffnen der Bauchhöhle, wird ebenfalls unter Vollnarkose durchgeführt, erfordert aber einen fünf- bis siebentägigen Krankenhausaufenthalt. Je nachdem, was operiert werden soll, wird der Schnitt durch die Bauchdecke längs, quer oder entlang des Rippenbogens geführt. Ein Bauchschnitt ist immer dann notwendig, wenn wahrscheinlich ist, dass größere Wucherungen oder ganze Organe entfernt werden müssen oder weitere Organe wie Darm, Nieren oder Blase betroffen sind.

Von: Dr. Bernadette André-Wallis, Dr. med. Anre Schäffler in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). Überarbeitung und Aktualisierung: Dr. med. Sonja Kempinski
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Warnung vor Tiefkühlbeeren

Tiefkühlbeeren können Krankheitskeime enthalten und sollten auch beim Verzehr in Eis oder Smoothies vorher gründlich durcherhitzt werden.

Warnung vor Tiefkühlbeeren

Keime überleben die Kälte

Tiefkühlbeeren sind lecker und schnell serviert. Doch wer sie direkt aus dem Gefrierfach in Smoothies, Desserts oder andere Speisen gibt, geht ein gesundheitliches Risiko ein: Krankheitserreger können die Kälte überstehen.

Tiefkühlbeeren besser nicht roh essen

Ob Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren oder Beerenmischungen: Tiefgekühlte Früchte sind praktisch, weil sie lange haltbar sind und sich schnell verwenden lassen. Sie werden beispielsweise direkt in Smoothies und Milchshakes gegeben, unter Joghurt oder Quark gemischt, für Eis und Desserts verwendet oder als Zutat für andere kalte Speisen genutzt.

Genau bei dieser rohen Verwendung besteht jedoch ein Risiko. Das Problem: Manche Beeren sind mit Krankheitserregern belastet. Insbesondere Viren können jedoch das Einfrieren überstehen. Werden die Beeren nach dem Auftauen nicht erhitzt, können sie daher noch infektiös sein. In den vergangenen Monaten wurden wiederholt Tiefkühlbeeren wegen einer möglichen Belastung mit Noroviren oder Hepatitis-A-Viren zurückgerufen. Durch diese Keime drohen Magen-Darm-Infektionen und Hepatitis.

Besonders vorsichtig sollten ältere Menschen, Schwangere, Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sein. Bei ihnen können Infektionen mit Krankheitserregern problematischer verlaufen.

Mikrowelle reicht nicht aus

Deshalb empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung, tiefgekühlte Beeren vor dem Verzehr ausreichend zu erhitzen. Kurzes Erwärmen in der Mikrowelle reicht dafür nicht aus. Auch wenn aufgetaute Beeren im Mixer zu einem Smoothie verarbeitet werden, werden mögliche Viren dadurch nicht zuverlässig unschädlich gemacht.

Am besten ist es, die Beeren in einem Topf ein bis zwei Minuten bei einer Temperatur von über 90 Grad zu erhitzen. Sollen die Tiefkühlbeeren gekocht oder in einem Kuchen gebacken werden, ist das nicht nötig. Denn Kochen und Backen tötet die Keime ebenfalls ab.

Hinweise fehlen häufig

Die Verbraucherzentralen kritisieren, dass entsprechende Hinweise auf den Verpackungen häufig fehlen. Gleichzeitig finden sich im Internet Rezepte von Anbietern, bei denen Tiefkühlbeeren ohne Erhitzen verwendet werden. Einige Händler haben angekündigt, ihre Hinweise entsprechend anzupassen.

Quellen: BfR, ptaheute

Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: mauritius images / Istetiana / Alamy / Alamy Stock Photos