Gesundheit heute

Hypnose in der Psychotherapie

„Sie sehen unverwandt auf diesen Punkt – Ihre Augenlider werden schwer“ – dies kommt einem in den Sinn, wenn es um Hypnose geht. Mithilfe bestimmter (verbaler) Suggestionen und gleichförmiger Sinnesreize (Pendeln) versetzt der Hypnosetherapeut seinen Patienten schrittweise in einen Zustand tiefer Ruhe und Entspannung (Trance). Während dieses Zustands bleiben Therapeut und Patient in Gesprächskontakt (Rapport). Mit weiteren Suggestionen werden dann Veränderungen vorgenommen, also z. B. Symptome beseitigt. Der Patient setzt therapeutische Anregungen in Fantasien, Bedürfnisse und Handlungen um. Die Wirkung der Hypnose ist schnell, aber meist nur vorübergehend. Sie eignet sich besonders zur Akutbehandlung einzelner Symptome wie z. B. Kopfschmerzen und Angst oder zur Schmerzbehandlung (insbesondere in der Zahnmedizin), aber auch zur Therapie „lästiger Gewohnheiten“ wie z. B. dem Rauchen.

Von: Dr. med. Arne Schäffler, Gisela Finke in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). Überarbeitung und Aktualisierung: Dr. med. Sonja Kempinski
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