Gesundheit heute
Vogelgrippe
Vogelgrippe (aviäre Influenza): Infektion durch die für Geflügel tödlichen Influenza-A-Viren vom Subtyp H5. Weltweit wurden bislang 100 Millionen Vögel und etwa 300 Menschen infiziert. Insbesondere Mitarbeiter von Geflügelbetrieben sind gefährdet. Für alle anderen Menschen ist die Gefahr einer Erkrankung bisher sehr gering. Ein direkter Kontakt zu allen verendeten Vögeln und Wildtieren sollte dennoch vermieden werden.
Die Erkrankung
Nach Kontakt mit den Erregern tritt im Erkrankungsfall nach 4 Tagen Fieber begleitet von Husten und Atemnot auf. Häufig folgen Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall. Die sich im weiteren Verlauf entwickelnde Lungenentzündung ist oft schwer und kann zum Tod führen.
Das macht der Arzt
Neben der symptomatischen Behandlung der Grippebeschwerden werden Neuraminidasehemmer (Oseltamivir und Zanamivir) eingesetzt, um den Krankheitsverlauf abzukürzen und die Schwere der Erkrankung zu reduzieren.
Vorsorge
Gegen Ansteckung helfen einfache Hygienemaßnahmen wie häufiges und gründliches Händewachen. Hautkontakt zu Erkrankten gilt es zu vermeiden. Bei Grippebeschwerden muss ein Arzt aufgesucht werden.
Zur Vermeidung der Vogelgrippe ist Verzicht auf Geflügelfleisch nicht erforderlich, da das Virus sehr hitzeempfindlich ist und beim Erhitzen des Fleisches rasch abgetötet wird.
Nikotinhaltige E-Zigaretten können beim Rauchstopp etwas besser helfen als nikotinhaltige Kaugummis oder Pflaster.
Helfen E-Zigaretten beim Rauchstopp?
Gegen die Sucht
E-Zigaretten mit Nikotin unterstützen einen Rauchstopp offenbar etwas besser als Nikotinpflaster oder -kaugummis. Doch die Mehrheit schafft den Ausstieg auch damit nicht. Und ob E-Zigaretten langfristig beim Aufhören helfen, ist noch offen.
10 von 100 werden rauchfrei
Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, kann offenbar von nikotinhaltigen E-Zigaretten profitieren. Eine aktuelle Übersichtsarbeit wertete 80 Studien mit insgesamt fast 30000 Erwachsenen aus. Das Ergebnis: Nach sechs bis zwölf Monaten waren etwa 10 von 100 Menschen, die nikotinhaltige E-Zigaretten nutzten, rauchfrei. Bei klassischen Nikotinersatzprodukten wie Pflastern oder Kaugummis waren es dagegen nur etwa 6 von 100.
Das bedeutet allerdings auch: Rund 90 von 100 Menschen schafften es auch mit nikotinhaltigen E-Zigaretten nicht, vom Rauchen loszukommen. Zudem gilt in der Untersuchung bereits als „rauchfrei“, wer keine herkömmlichen Tabakzigaretten mehr raucht – auch wenn weiterhin E-Zigaretten konsumiert werden.
Nikotin scheint einen Unterschied zu machen
Der Vergleich von E-Zigaretten mit und ohne Nikotin spricht für die Variante mit Nikotin. Nach sechs bis zwölf Monaten waren damit etwa 2 von 100 Menschen mehr rauchfrei als mit nikotinfreien E-Zigaretten. Die Verträglichkeit unterschied sich dagegen kaum. Beschwerden wie Husten, Herzklopfen oder Schwindel traten ähnlich häufig auf.
Im Vergleich zu einer alleinigen Verhaltenstherapie oder keiner Unterstützung waren E-Zigaretten ebenfalls erfolgreicher: Während mit E-Zigaretten jede Zehnte rauchfrei wurde, waren es in dieser Gruppe nur etwa 5 von 100.
Langzeitwirkung noch unklar
Die Übersichtsarbeit zeigt, dass nikotinhaltige E-Zigaretten manchen Menschen beim Rauchstopp helfen können. Zwei wichtige Frage bleiben jedoch unbeantwortet: So z. B., ob die Betroffenen später nicht doch wieder zu Tabakzigaretten wechseln. Das lässt sich anhand der bisherigen Daten nicht beurteilen.
Ebenso wenig weiß man, was mit denjenigen passiert, die dauerhaft E-Zigaretten nutzen. Denn über die gesundheitlichen Folgen des langfristigen Dampfens ist bisher auch nur wenig bekannt.
Quelle: Ärztezeitung

