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Familienplanung

Sexualität auszuleben, ohne dabei Kinder zu zeugen - das war schon immer ein menschliches Ansinnen. Allerdings standen Jahrhunderte lang keine sicheren Verhütungsmethoden zur Verfügung. Rund 40 Jahre nach Einführung der Antibabypille ist Empfängnisverhütung dagegen so selbstverständlich, dass Kriterien wie Bequemlichkeit, Kosten oder Natürlichkeit bei der Auswahl der Methode in den Mittelpunkt rücken. Wir haben für Sie alles Wichtige zu den einzelnen Verfahren zusammengestellt - von der Wirkungsweise über die Vor- und Nachteile bis hin zu den Kosten.
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Was die Motorik bei Kindern fördert

Unsicher und ungeschickt?

Die motorische Entwicklung im Kleinkindalter verläuft oft sehr unterschiedlich: Während die einen schon früh laufen, klettern und hüpfen, stolpern Gleichaltrige noch über jedes Hindernis. Worauf müssen Eltern achten, um eine gestörte Entwicklung früh zu erkennen?

Großes Lernpensum schon vor der Schule

Kleine Kinder haben im Laufe ihrer ersten sechs Lebensjahre ein gewaltiges Lernpensum. Um das Laufen, Hüpfen, Klettern und die Feinheiten des Greifens zu erlernen, muss ein ganzes Bataillon von Nervenzellen unermüdlich miteinander kommunizieren und funktionieren. Die Geschwindigkeit, in der Bewegungen und Koordination gelernt werden, sind individuell verschieden. Manche Kinder haben aber auch generell Probleme mit der Entwicklung ihrer Grob- und Feinmotorik und wirken unsicher und ungeschickt.

Von Klettern bis Kleben …

Unsicherheiten im Bewegungsverhalten zeigen sich darin, dass ein Kind nur langsam laufen und hüpfen lernt, im Vergleich mit Gleichaltrigen deutliche Probleme z. B. beim Treppensteigen hat und ungeschickt beim Balancieren ist. Andere haben dagegen Schwierigkeiten, ihre Arme, Hände und Finger zu koordinieren. Hinweise darauf sind:

  • Häufiges Fallenlassen von Dingen.
  • Probleme, das Binden von Schleifen oder das Auf- und Zuknöpfen zu erlernen.
  • Probleme beim Werfen und Fangen eines Balles.
  • Schwierigkeiten beim Basteln, Malen, Kleben, Schneiden oder dem Zusammenlegen von Puzzeln.

Störungen der motorischen Entwicklung können weitreichende Folgen haben. Die Kinder werden ängstlich und unsicher, entwickeln weniger Selbstwertgefühl und haben oft größere Probleme, in der Schule mitzukommen. Deshalb ist es wichtig, schon kleine Auffälligkeiten nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und beim Kinderarzt anzusprechen.

Loben statt schimpfen

Ob das Kind eine spezielle Förderung benötigt, entscheiden der Kinderarzt und eventuell hinzugezogene Fachleute. Oft machen Eltern sich unnötig Sorgen und die beobachteten „Störungen“ liegen noch innerhalb der ohnehin weiten Bandbreite der kindlichen Entwicklung. In jedem Fall können Eltern aber die motorische Entwicklung ihrer Kinder mit einfachen Maßnahmen unterstützen:

  • Viel bewegen, sowohl drinnen als auch draußen an der frischen Luft. Gemeinsam Sport treiben, regelmäßig Sport- und Spielgruppen aufsuchen.
  • Sich mit dem Kind beschäftigen und Verständnis für mögliche Probleme zeigen, nicht schimpfen.
  • Auf die Fähigkeiten konzentrieren, die das Kind schon erlernt hat. Immer wieder seine Stärken loben, damit das Selbstwertgefühl des Kindes wächst.
  • Nicht zu sehr beschützen! Kinder müssen Bewegungen ausprobieren können, auch wenn sie hinfallen.
  • Alle Früherkennungsuntersuchungen wahrnehmen, auch die U8 und die U9 vor Schulbeginn.

Quelle: www.kindergesundheit-info.de

16.09.2020 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: Evgeny Atamenenko/Shutterstock.com