Gesundheit heute

Frauenkrankheiten

Frauenkrankheiten Der weibliche Organismus ist von der Natur dazu bestimmt, in der fruchtbaren Lebensphase der Frau neues Leben zu ermöglichen – von der Reifung der Eizellen, dem Wachstum der Frucht in der Gebärmutter, der Geburt bis zur Ernährung des Neugeborenen in den ersten Monaten. Die damit betrauten Organe – von den Eierstöcken bis zu den Brüsten – definieren aber nicht nur die „reproduktive Gesundheit“, wie die Mediziner es nennen, sondern auch das Selbstgefühl einer Frau insgesamt. Bei Frauenkrankheiten sind deshalb die psychischen Folgen oft besonders groß. Umgekehrt können psychische Faktoren Störungen rund um die Geschlechtsorgane und die Sexualität auslösen. Ein intaktes Vertrauensverhältnis zum Frauenarzt oder zur Frauenärztin ist besonders wichtig, um alle Fragen offen besprechen zu können, die sich stellen, wenn Frauenleiden die Lebensqualität beeinträchtigen. (Bild: Blend Images Photography/veer)

Blasenentzündung in der Badesaison

Tipps für betroffene Frauen

Für das weibliche Geschlecht entpuppt sich der Schwimmbadbesuch im Nachhinein nicht selten als schmerzhaft. Schuld daran sind häufig Blasenentzündungen. Wie sich Frauen und Mädchen am besten schützen.

Schuld sind die eigenen Darmbakterien

Der Sommer hat begonnen – und damit nicht nur die Badesaison, sondern auch die Saison für Blasenentzündungen. Betroffen Frauen und Mädchen leiden dann unter  vermehrtem Harndrang sowie Brennen beim Wasserlassen. Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, erklärt: „Durch Nässe und Kälte kann der Selbstschutz der Haut im Intimbereich verloren gehen. Dadurch können sich die Keime, die sich auf der Haut befinden, besser ausbreiten.“ Die Infektion wird nämlich nicht durch fremde Keime im Wasser ausgelöst, sondern durch die eigenen Darmbakterien im Intimbereich. Vor allem bei Frauen dringen die Bakterien wegen der engen Nachbarschaft von Harnröhre und Darm und der relativ kurzen Harnröhre leicht in die empfindliche Blase ein.

Spätestens nach 2 Tagen zum Arzt

Laut dem Experten helfen viel Flüssigkeit und Wärme bei der Bakterienbekämpfung. Bessern sich die Symptome innerhalb von zwei Tagen nicht, ist es Zeit für einen Arztbesuch. Dieser untersucht den Urin und verschreibt in der Regel ein Antibiotikum. Wird die Blasenentzündung verschleppt, droht im schlimmsten Fall eine Nierenbeckenentzündung, wenn die Keime von der Harnblase in die Nieren aufsteigen. Bei Schwangeren kann eine Blasenentzündung vorzeitige Wehen auslösen, weshalb auch sie unbedingt Antibiotika einnehmen sollten.

Auf Intimhygiene achten

Wer unter ständig wiederkehrenden Blasenentzündungen leidet, sollte bestimmte Regeln einhalten: „Nicht zu lange im Wasser aufhalten, nach dem Baden immer sofort abtrocknen und trockene Kleidung anziehen, darauf achten, dass der Intimbereich und die Füße nicht auskühlen“, empfiehlt Albring. Zudem sollten Frauen bei der Intimhygiene darauf achten, dass Darmbakterien nicht in die Scheide gelangen – zum Beispiel erhöht bereits das Tragen eines String-Tangas das Risiko einer Infektion.

Quelle: Frauenärzte im Netz

02.07.2019 | Von: Leonard Olberts; Bild: idigital/Shutterstock