Gesundheit heute

Krankheiten & Therapie: Orthopädie und Unfallmedizin

Orthopädie und Unfallmedizin

Orthopädische Erkrankungen und Verletzungen

„Gerade erziehen“ lautet die wörtliche Übersetzung von Orthopädie, und etwas gerade zu richten ist tatsächlich Aufgabe des Orthopäden: sei es ein krummer Rücken, ein ausgekugeltes Ellenbogengelenk oder eine verkrümmte Hammerzehe. Damit gebrochene Knochen gerade zusammenwachsen, schient der Chirurg oder Orthopäde die verletzte Gliedmaße häufig mit einem Gipsverband. Die Methode hat Tradition: In prähistorischer Zeit verwendete man bereits Schienen im Verbund mit aushärtendem Lehm oder Ton. Den Gipsverband – so, wie wir ihn heute kennen – entwickelte ein Armeearzt im 19. Jahrhundert. Mehr als 150 Jahre lang blieb er im Wesentlichen unverändert, bis ihm in den letzten Jahrzehnten mit den modernen Kunststoffgipsen eine Konkurrenz erwuchs.
(Bild: Techniker Krankenkasse)
Rückenfreundlich Schnee schippen

Mit der richtigen Einstellung kann man Schneeschippen auch als gesunden Frühsport ansehen.

Rückenfreundlich Schnee schippen

Gymnastik an der Schaufel

Wenn´s schneit, heißt es anpacken für Hausbesitzer*innen. Denn in Deutschland herrscht Räumpflicht. Ein paar gute Tipps helfen, damit das ungewohnte Schneeschippen nicht zu sehr auf den Rücken geht.

Verspannungen und Muskelkater drohen

Jede Hausbesitzer*in ist dafür verantwortlich, dass ihre Wege sicher begehbar und frei von Schnee sind. Wer keinen Winterdienst beauftragt hat, muss also selbst ran. Doch Vorsicht, die körperliche Arbeit in der Kälte führt leicht zu Verspannungen und Muskelkater. Mit passendem Handwerkszeug und richtiger Technik lässt sich dem aber gut vorbeugen.

  • Zunächst kommt es auf das richtige Werkzeug an. Ein Besen eignet sich nicht gut zum Entfernen des Schnees, besser ist eine Schaufel. Hier muss auf die Beschaffenheit geachtet werden:
  • Die Schaufel sollte leicht, aber stabil sein. Besonders wenig wiegen Aluminium- oder Kunststoffschaufeln. Letztere sind allerdings weniger robust und können bei Minusgraden leichter brechen.
  • Für eine aufrechte ergonomische Arbeitshaltung muss der Stiel lang genug sein. D.h., man muss schaufeln können ohne sich dabei bücken zu müssen.
  • Ein abgerundeter Griff in D-Form lässt sich gut mit dicken Arbeitshandschuhen greifen und verhindert das Abrutschen der hinteren Führungshand.
  • Die Schaufel braucht angewinkelte Seitenränder, damit der Schnee nicht seitlich herunterrutscht.

Technik schont die Wirbelsäule

Die beste Schaufel kann Rückenschmerzen nicht verhindern, wenn die Arbeitstechnik nicht stimmt. Die Aktion Gesunder Rücken rät deshalb:

  • Nicht zu viel Schnee aufladen. Vor allem nasser Schnee ist schwerer, als er aussieht. Lieber kleine Portion nehmen.
  • Schieben statt heben. Das schont den Rücken zusätzlich.
  • Arme wechseln. Um eine einseitige Belastung von Muskeln und Bandscheiben zu vermeiden, regelmäßig den Arm wechseln.
  • Mitdrehen. Zur Schonung der Wirbelsäule unbedingt beim Abladen den ganzen Körper mitdrehen.
  • Richtig heben. Beim Anheben der Schaufel ein Bein nach vorne setzen und das Gewicht darauf verlagern.

Positive Einstellung ist alles

Gut für den Rücken ist auch eine positive Einstellung zum Schneeschippen. Denn es gibt viele Gründe, frohgemut ans Werk zu gehen: Körperliche Bewegung an der frischen Luft fördert die Kondition und trainiert die Muskeln. Um rückenschädlichen Stress zu vermeiden, sollte man genug Zeit dafür einplanen und lieber zehn Minuten früher aufstehen. Dann hat man mehr Zeit zum Durchatmen — und vielleicht auch für ein Schwätzchen zur Pflege der nachbarschaftlichen Beziehungen.

Quelle: Aktion Gesunder Rücken e.V.

Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: Parilov/shutterstock.com